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1789 Salomon Oppenheim jr. gründet im Alter von 17 Jahren in Bonn ein Kommissions- und Wechselhaus.
1798 Der Sitz des Unternehmens wird nach Köln verlegt.
1810 Sal. Oppenheim ist mit einem Eigenkapital von 250.000 Talern das zweitgrößte Bankgeschäft Kölns.
1837 Mitbegründung der Rheinischen Eisenbahn. An der Gründung der Köln-Mindener Eisenbahn 1843 ist das Bankhaus ebenfalls beteiligt.
Durch diese Engagements wird Köln zum Verkehrsknotenpunkt Westdeutschlands.
1839 Mitbegründung der Colonia Kölnische Feuerversicherung, damit erster Schritt zum Aufstieg Kölns zur Versicherungsmetropole.
1852 folgen die Kölnische Rück- und die Concordia Kölnische Lebensversicherung, 1853 die Kölnische Hagelversicherung.
1852 Mitbegründung des Crédit Mobilier in Paris als erste Aktiengroßbank Europas. 1853 folgt die Gründung der Darmstädter Bank
für Handel und Industrie, 1856 der Internationalen Bank in Luxemburg.
1858 Albert Oppenheim, ein Enkel des Gründers, konvertiert anlässlich seiner Hochzeit vom jüdischen zum katholischen Glauben. Ein
Jahr später tritt sein Bruder Eduard bei seiner Eheschließung zur evangelischen Kirche über.
1867 Für seine Verdienste um die Eisenbahnfinanzierung wird Simon Oppenheim vom österreichischen Kaiser Franz Joseph in den erblichen
Freiherrnstand erhoben. Das k.u.k. Heroldsamt schafft daraufhin das Wappen, das die Familie Oppenheim auch heute noch führt.
Die gleiche Standeserhöhung wird seinem Bruder Abraham ein Jahr später in Preußen zuteil.
1880 Mitbegründung der Kölnischen Unfall-Versicherungs-AG, die 1919 mit der Colonia fusioniert.
1904 Krise bei Sal. Oppenheim nach Fehlinvestitionen in der Elektroindustrie. Die Bank wird in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt, an der sich die
Disconto-Gesellschaft, damals die zweitgrößte Bank Deutschlands, bis 1919 beteiligt.
1922 Interessengemeinschaft mit dem Kölner Bankhaus A. Levy, die bis 1932 andauert.
1923 Im Jahr der Hyperinflation beträgt die Bilanzsumme Sal. Oppenheims 8.603.015.544.190.640.965,80 Mark.
1936 Sal. Oppenheim übernimmt das Kölner Bankhaus A. Levy, das sich bei spekulativen Währungsgeschäften übernommen hat.
1938 Unter dem Druck der Nationalsozialisten sieht sich Sal. Oppenheim. gezwungen, seinen Namen zu ändern. Der Teilhaber Robert Pferdmenges stellt sich schützend vor das Bankhaus, welches bis
1947 als Pferdmenges & Co. firmiert
1944 Nach dem Attentat auf Adolf Hitler werden die geschäftsführenden Gesellschafter verhaftet oder unter Hausarrest gestellt.
1947 Mitbegründung der Auto Union, der heutigen Audi AG.
1952 Gründung des Konsortiums für Kurssicherung durch Sal. Oppenheim und 27 Unternehmen der deutschen Eisen- und Stahlindustrie. Für seine Konsorten sichert das Bankhaus Währungsrisiken bei
Exportgeschäften ab.
1964 Alfred von Oppenheim wird persönlich haftender Gesellschafter. In den folgenden Jahren baut er die Vermögensverwaltung zur
zweiten Säule neben dem Firmenkreditgeschäft aus.
1968 Sal. Oppenheim übernimmt das Frankfurter Bankhaus Kirchholtes & Co. und wandelt es in seine erste Niederlassung außerhalb Kölns um.
1970 Verschmelzung zahlreicher Versicherungsgesellschaften zur neuen Colonia Versicherung AG. Sal. Oppenheim ist Mehrheitsaktionär dieses zweitgrößten deutschen Versicherungskonzerns.
1973 Sal. Oppenheim und das Amsterdamer Bankhaus Pierson, Heldring & Pierson gründen gemeinsam die Bank Oppenheim Pierson International S.A.
in Luxemburg. Mit diesem Joint Venture beginnt die Internationalisierung der Kölner Bank.
1989 Verkauf der Aktienanteile an der Colonia Versicherung und Erhöhung des Eigenkapitals der Bank von 180 Millionen auf eine Milliarde
DM. Umwandlung der Bank in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien.
1999 Sal. Oppenheim beschließt eine neue Wachstumsstrategie. Vermögensverwaltung und Investment Banking werden als Kerngeschäftsfelder definiert,
der Firmenkredit weitestgehend aufgegeben.
2005 Übernahme der Frankfurter BHF-Bank AG, die als eigenständige Gesellschaft weitergeführt wird. Mit dieser Transaktion steigt
Sal. Oppenheim zur größten unabhängigen Privatbank Europas auf.
2007 Der Hauptsitz von Sal. Oppenheim wird zu einer neuen Konzernobergesellschaft nach Luxemburg verlegt. Köln bleibt größter Standort des Bankhauses.
2009 Mit dem Erwerb der Gen Re Capital baut Sal. Oppenheim das Geschäftsfeld der Vermögensverwaltung für institutionelle Anleger aus.
2010 Sal. Oppenheim wird ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Deutschen Bank und trennt sich vom Investment Banking. Die integrierte Vermögensverwaltung
für private und institutionelle Kunden wird eigenständig weiterentwickelt.
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