Der Römer C. Maecenas (70 – 8 vor Christus) ist Namensgeber für den Begriff Mäzenatentum, der die freigebige Förderung von
Künsten und Wissenschaften, im weiteren Sinne von Kultur und Gemeinwesen bezeichnet. Formen und Ziele des Mäzenatentums sind
vielfältig: neben Stiftungen und Spenden zählt auch das ehrenamtliche Engagement dazu.
Das Bankhaus Sal. Oppenheim blickt auf eine langjährige Tradition des Mäzenatentums für Kunst und Kultur zurück, die bis heute
lebendig ist. So war die Familie Sal. Oppenheim bereits im 19. Jahrhundert Mitbegründer und Förderer zahlreicher kultureller
Institutionen in Köln. Dazu gehören beispielsweise der Kölnische Kunstverein, das Wallraf-Richartz-Museum und das Kunstgewerbemuseum.
Zudem engagierten sich die Familienmitglieder als Mitbegründer und Stifter des Kölner Zentral-Dombau-Vereins, der die Fertigstellung
des Kölner Wahrzeichens gemeinsam mit dem preußischen Staat finanzierte. Auch zur Ausstattung der gotischen Kathedrale trug
Sal. Oppenheim seit dem 19. Jahrhundert mit der Stiftung mehrerer Fenster bei. Jüngstes Beispiel ist das von Johannes Klein
gestaltete Apokalypsefenster in der Südturmhalle, das nach den Originalplänen rekonstruiert und 2008 feierlich geweiht wurde.
Finanziert wurde dies durch die Salomon Oppenheim Stiftung. Neben Kunst und Kultur in Köln fördert sie wissenschaftliche Forschungsvorhaben–
ebenso wie die Alfred Freiherr von Oppenheim Stiftung, die gleichfalls im Jahr 1989 gegründet wurde.
Weitere aktuelle Beispiele für das kulturelle Engagement des Bankhauses sind die langjährige Partnerschaft mit dem Museum
Frieder Burda in Baden-Baden, die Förderung des Bayerischen Staatsorchesters und der Einsatz für das 2009 eingestürzte Kölner
Stadtarchiv.
Die Zeittafel gibt einen historischen Überblick über die wichtigsten kulturellen und sozialen Aktivitäten der Familie Oppenheim:
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1789 Im Alter von 17 Jahren gründet Salomon Oppenheim jr. ein Kommissions- und Wechselhaus.
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1816 Nach einer fatalen Missernte stiftet Salomon Oppenheim zehn Malter Korn für die Armen der Stadt Köln.
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1820 Die preußische Regierung bestellt Salomon Oppenheim zu einem der beiden Aufseher über die jüdischen Elementarschulen in Köln.
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1839 Gründung des Kölnischen Kunstvereins. Therese Oppenheim und ihre Söhne Simon, Abraham und Dagobert gehören zu den ersten Mitgliedern.
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1841 Simon und Abraham Oppenheim überreichen dem preußischen König ihre „Unterthänigste Immediat-Eingabe”. Diese enthält ein selbstbewusstes
Plädoyer für die rechtliche Gleichstellung der Juden.
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1842 Gründung des Zentral-Dombau-Vereins. Neun Mitglieder der Familie treten sogleich bei.
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1859 Eduard Freiherr von Oppenheim und andere Kölner Bürger gründen den Kölner Zoo.
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1861 Die von Abraham Oppenheim gestiftete Synagoge in der Glockengasse wird nach fünfjähriger Bauzeit feierlich eingeweiht.
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1863 Die Gartenbaugesellschaft „Flora” wird unter Führung Eduard Oppenheims gegründet. Er hält bis zu seinem Tod den Vorsitz im
Verwaltungsrat.
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1875 Simon, Abraham, Eduard und Albert von Oppenheim stiften zugunsten des Konservatoriums für Musik in Köln.
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1883 Am fünften Todestag Abraham Freiherr von Oppenheims wird das Oppenheimische Kinderhospital in Köln feierlich eingeweiht.
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1885 Charlotte Freifrau von Oppenheim stiftet ein Krankenhaus in Bassenheim bei Koblenz.
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1899 Max Freiherr von Oppenheim entdeckt auf dem Tell Halaf im heutigen Syrien die Überreste einer aramäischen Stadt und leitet
ab 1911 die Ausgrabung der wertvollen Funde.
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1913 Emil Freiherr von Oppenheim gehört zu den Gründern des Kölner Museums für Ostasiatische Kunst.
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1928 Das Bankhaus unterstützt den Neubau der Universität zu Köln.
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1946 Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim gehört zu den Mitbegründern der Europa Union, die sich für ein gemeinsames Europa einsetzt.
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1957 Auf Initiative von Harald Kühnen, einem der Gesellschafter des Bankhauses, wird das Institut für Bankwirtschaft und Bankrecht
an der Universität zu Köln ins Leben gerufen.
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1989 Zur Feier des 200jährigen Bankjubiläums werden die Salomon Oppenheim-Stiftung und die Alfred Freiherr von Oppenheim-Stiftung
gegründet.
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1997 Die Familie Oppenheim stiftet einen Lehrstuhl für die Erforschung des Antisemitismus, Rassismus und des Holocaust an der Gedenkstätte
Yad Vashem in Jerusalem.
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2001 Die Salomon Oppenheim-Stiftung beschließt, die Rekonstruktion des Tell Halaf-Palasttors finanziell zu unterstützen. Im Kölner
Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde wird die Ausstellung „Faszination Orient. Max von Oppenheim. Forscher, Sammler,
Diplomat” eröffnet.
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2003 Das Bankhaus unterstützt die Restaurierung und Rekonstruktion von drei Fenstern des Kölner Doms.
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2008 Festliche Einweihung eines von Sal. Oppenheim gestifteten Fensters im Kölner Dom.
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2010 Sal. Oppenheim widmet das 175. Oppenheim-Union-Rennen dem Historischen Archiv der Stadt Köln.
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