Wandfries von Tony Avenarius. Welches bis zum zweiten Weltkrieg im Kölner Rathaus hing und bedeutende Persönlichkeiten der Stadt zeigt, darunter auch 4 Mitglieder der Familie Oppenheim.
Wandfries von Tony Avernius aus dem 19. Jahrhundert

 

Bürger und Mäzene –
kulturelles und soziales Engagement
im historischen Überblick

Bürgersinn und Bürgerstolz waren wichtige Triebfedern für die Entwicklung mäzenatischen Engagements im 19. Jahrhundert. Die Zeittafel gibt einen historischen Überblick über die wichtigsten kulturellen und sozialen Aktivitäten der Familie Oppenheim, die bis heute in ihrer Heimatstadt Köln und darüber hinaus bedeutenden Anteil an der Förderung von Kunst, Kultur und Wissenschaft hat.

Der oben abgebildete Wandfries von Tony Avenarius ist ein Zeugnis des Engagements der Familie Oppenheim aus dem 19. Jahrhundert. Der Fries hing bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg im Kölner Rathaus. Er zeigt bedeutende Persönlichkeiten der Stadt Köln, unter ihnen auch vier Mitglieder der Familie Oppenheim: in der Mitte das Ehepaar Charlotte und Abraham von Oppenheim mit Symbolen für ihre bedeutendsten Stiftungen, das Kinderkrankenhaus und die Synagoge. Links neben ihnen vor der Säule ihre Neffen Eduard und Albert.


 

 



1780 - 1820

 

Logoausschnnitt Sal. Oppenheim 1789
Gründung des Bankhauses Sal. Oppenheim

 

1816
Nach einer fatalen Mißernte stiftet Salomon Oppenheim zehn Malter Korn für die Armen der Stadt Köln.

 

Kinder in der jüdischen Elementarschule 1820
Die preußische Regierung bestellt Salomon Oppenheim zu einem der beiden Aufseher über die jüdischen Elementarschulen in Köln

 

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1820 - 1860

 

1839
Gründung des Kölnischen Kunstvereins. Therese Oppenheim und ihre Söhne Simon, Abraham und Dagobert gehören zu den ersten Mitgliedern

 

1841
Simon und Abraham Oppenheim überreichen dem preußischen König ihre „Unterthänigste Immediat-Eingabe”. Diese enthält ein selbstbewußtes Plädoyer für die rechtliche Gleichstellung der Juden

 

Gründungsfoto des Zentral-Dombauvereins 1842
Gründung des Zentral-Dombau-Vereins. Neun Mitglieder der
Familie treten sogleich bei

 

1859
Eduard Freiherr von Oppenheim und andere Kölner Bürger gründen den Kölner Zoo

 

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1860 - 1900

 

Synagoge in der Glockengasse 1861
Die von Abraham Oppenheim gestiftete Synagoge in der Glockengasse wird nach fünfjähriger Bauzeit feierlich eingeweiht

 

Gartenbaugesellschaft Flora 1863
Die Gartenbaugesellschaft „Flora” wird unter Führung Eduard Freiherr von Oppenheims gegründet. Er hält bis zu seinem Tod den Vorsitz im Verwaltungsrat

 

Konservatorium der Musik in Köln 1875
Simon, Abraham, Eduard und Albert von Oppenheim stiften für das Konservatorium der Musik in Köln

 

Das Oppenheimische Kinderhospital in Köln. 1883
Am fünften Todestag Abraham Freiherr von Oppenheims wird das Oppenheimische Kinderhospital in Köln feierlich eingeweiht

 

1885
Zum Andenken an ihren verstorbenen Ehemann stiftet Charlotte Freifrau von Oppenheim ein Krankenhaus in Bassenheim bei Koblenz

 

Ausgrabung in Syrien 1899
Max Freiherr von Oppenheim entdeckt auf dem Tell Halaf im heutigen Syrien die Überreste einer aramäischen Stadt und leitet später die Ausgrabung der wertvollen Funde

 

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1900 - 1940

 

1910
Emil Freiherr von Oppenheim stiftet für das Kölner Museum für Ostasiatische Kunst

 

Universität Köln 1928
Das Bankhaus unterstützt den Neubau der Universität zu Köln

 

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1940 - 1980

 

1946
Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim gehört zu den Mitbegründern der Europa Union, die sich für ein gemeinsames Europa einsetzt

 

1957
Auf Initiative von Harald Kühnen, einem der Gesellschafter des Bankhauses, wird das Institut für Bankwirtschaft und Bankrecht an der Universität zu Köln ins Leben gerufen

 

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1980 - 2003

 

1989
Zur Feier des 200jährigen Bankjubiläums werden die Salomon Oppenheim-Stiftung und die Alfred Freiherr von Oppenheim-Stiftung gegründet

 

Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem 1997
Die Familie Oppenheim läßt einen Lehrstuhl für die Erforschung des Antisemitismus, Rassismus und des Holocaust an der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem einrichten

 

2001
Die Salomon Oppenheim-Stiftung beschließt, die Rekonstruktion des Tell Halaf-Palasttors finanziell zu unterstützen. Im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde wird die Ausstellung „Faszination Orient. Max von Oppenheim. Forscher, Sammler, Diplomat” eröffnet

 

2003
Das Bankhaus unterstützt die Restaurierung und Rekonstruktion dreier Fenster des Kölner Doms

 

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